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Artikel aus der Heilbronner Stimme / Fotos: Conny Kolbeck:

  

Auswendig! Junge Chöre stieren nicht in Noten

Von Gertrud Schubert

Die Sonne lacht. Und 250 Kinder und Jugendliche strahlen mit ihr um die Wette. Singen macht ganz offensichtlich - und laut zu vernehmen - riesigen Spaß. Am (Sams-)Tag der jungen Stimmen traten sie auf dem Kiliansplatz in Heilbronn den Beweis an. 

   

Der Nachwuchs will vom Singen nichts mehr wissen? Das alte Klagelied ist längst verstummt. Allein im Sängergau Heilbronn treffen sich zurzeit 650 Kinder und Jugendliche in 28 Chören. 18 Kinderchöre sind es, dreimal singen die Kleinen mit den Großen gemeinsam, und immerhin sieben Jugendchöre wurden in den letzten Jahren aufgebaut. In Böckingen treffen sich die Singmäuse, in Lehrensteinsfeld die Harmonie-Kehlchen, in Horkheim können die Schozachfrösche längst mehr als den schönen Kanon von den Fröschen am See. Schon die netten Chornamen locken zum Mitmachen.

15 dieser Chöre hat Susi Frech, die Vorsitzende der Chorjugend im Sängergau Heilbronn, für den großen Tag der jungen Stimmen   zusammengetrommelt. Singen bewegt hieß es am Samstag in ganz Deutschland. Bei 500 Veranstaltungen zeigten die jungen Chöre, was sie können. Der Schwäbische Sängerbund feierte ein Singfest im Stuttgarter Hauptbahnhof. Die Heilbronner Chorjugend wollte indes im eigenen Sängergau musikalische Kostproben geben. Singen ist nämlich ansteckend. Vielleicht mag ja der eine oder die andere mitsingen? Solch eine große Jugendchorversammlung wie am Samstag hat der Sängergau Heilbronn jedenfalls noch nie erlebt. Sängerpräsident Gerhard Nagel freut sich über die Trendwende.

      

      

It's my life , das sagen die Mädchen und Jungen vom Exit-Jugendchor Hardthausen nicht bloß - sie singen den Bon-Jovi-Song. Auswendig natürlich, Jugend- und Kinderchöre stieren nicht ins Notenblatt. Das sieht man nicht nur, das hört man auch. Dass sie mal in einem der drei Hardthäuser Liederkränze mitsingen, können sich Lena (13), Laura (14), Markus (17) und Daniel (18) nicht wirklich vorstellen. Langsame Lieder sind nicht so mein Ding , gesteht Laura. Doch sind die Vier ganz einverstanden, dass sie jetzt fürs nächste Konzert den Omas zuliebe mit Katja Fabry nicht nur englische Popsongs einstudieren, Im stillen Tal darf auch mal sein. Mit dem Schulchor hat Daniel schließlich schon Händels Halleluja aufgeführt. Beim Chorsingen jedenfalls schätzen die Vier die gute Stimmung , musikalisch und so rein erlebnistechnisch - gesellig würden sie ja nicht sagen.

     

Tombola, Luftballonwettbewerb, ein Café mit viel selbst gebackenem Kuchen machen aus dem Chortreffen ein Sängerfest. Den Erlös stiftet die Chorjugend Menschen in Not, der Hilfsaktion unserer Zeitung.

31.10.2005

--> Gewinn und Übergabe des Erlöses (Artikel aus der HSt)



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