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Artikel aus der "Heilbronner Stimme" vom 17.07.2006

Singen ist noch lange nicht eingestaubt

Von Marcus Taschke

Die Kinder- und Jugendchöre des Chorverbandes Heilbronn boten dem Publikum am Samstag in der Lindenhalle in Züttlingen ein buntes Programm rund ums Singen, Tanzen und Klatschen. Mit fröhlichen und fetzigen Liedern bewiesen sie, dass Singen im Chor doch nicht „out“ ist.

 

Beim 34. Tag der jungen Stimmen traten Kinder- und Jugendchöre des Chorverbandes Heilbronn auf. Schon beim Anfangslied „Komm und sing mit uns“ zeigten die Kleinen und Großen, was in ihnen steckt. (Foto: Marcus Taschke)

14 Chöre aus elf verschiedenen Vereinen des Chorverbandes Heilbronn zeigten beim 34. Tag der jungen Stimmen, dass sie mit Leib und Seele beim Singen dabei sind. Mit mehrstimmigen Gesängen, bunten Kostümen und kreativen Tänzen begeisterten sie ihre Zuhörer. So beeindruckten die Singmäuse aus Böckingen mit unterschiedlichen Soli und Indianerkostümen, und der Kinderchor aus Massenbachhausen lud das Publikum bei „If you’re happy and you know it“ zum Mitklatschen ein.

Die Vier- bis 27-Jährigen bewiesen, dass sie jeder Herausforderung gewachsen sind, obwohl sie dieses Mal vor ganz anderem Publikum sangen: Hans Jorda aus Schwäbisch Gmünd bewertete die einzelnen Chöre, um sie zu fördern und ihnen Anregungen zu geben. „Ich vergebe keine Noten, sondern ich sage den Vereinen, was gut war und was sie zukünftig besser machen können.“ Dabei achtete er vor allem darauf, ob die Chöre mehrstimmig singen können, die Tonhöhen stimmen und Klang und Rhythmus homogen klingen.

Aber nicht nur die Kleinen begeisterten die Zuhörer, sondern auch die Großen zeigten, was in ihnen steckt. Der Jugendchor „Die jungen Wilden“ aus Willsbach sang Sequenzen aus dem Musical Evita mit Soli von Sandra Frech und Kathrin Wiedmann, und der Jugendchor des Chorverbandes Heilbronn, ChorVision, beeindruckte mit vierstimmigen Stücken, unter anderem „Erlaube mir ein fein’s Mädchen“ von Brahms.

„ChorVision“ ist das Aushängeschild des Chorverbandes“, sagte Susi Frech, Jugendreferentin der Chorfreunde Willsbach und Vorsitzende des Chorverbandes Heilbronn. Die 32 Jugendlichen aus ChorVision hofften mit ihrem Auftritt, mehr junge Leute zum Singen motivieren zu können.

„Besonders Jugendliche denken, dass Singen eingestaubt ist“, sagte Manuela Wittwer, Sängerin bei ChorVision. Sie bedauerte, dass nicht alle Vereine Kinder- und Jugendarbeit betreiben, um das Singen attraktiver zu machen. Im Chorverband gibt es insgesamt 91 Erwachsenen-, aber nur 28 Kinder- und Jugendchöre. Häufig gibt es zu wenig Dirigenten, um bei den Vereinen für mehr Nachwuchs sorgen zu können.

Doch Susi Frech versucht, das Singen mit Ausflügen und Ferienprogrammen attraktiver zu machen. So organisierte die Vorsitzende am 29. Oktober vergangenen Jahres einen Wettbewerb beim Tag der jungen Stimmen, an dem Chorverbände aus ganz Deutschland teilnahmen. Der Chorverband Heilbronn gewann bei diesem Wettbewerb eine Reise nach Warnemünde und spendete 600 Euro an „Menschen in Not“.

„Man muss die Kinder locken und flexibel sein“, weiß Frech. Denn die Kinder- und Jugendchöre bewiesen beim 34. Tag der jungen Stimmen, dass Singen keinesfalls eingestaubt ist.

17.07.2006



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